Zonta Club Murnau-Staffelsee


Zonta Club
Murnau-Staffelsee

Präsidentin
Barbara Naumann
Garleitenweg 20
82418 Murnau
Tel.:08841 / 672390
info@zonta-murnau.de

ZONTA

INTERNATIONAL
Advancing the Status of Women Worldwide


Murnauer Tagblatt 06. Aug. 2004

Zonta-Club vor großem Ereignis

Distrikt-Konferenz findet 2005 in Murnau statt

Murnau - Ein wichtiges Ereignis steht dem Zonta-Club Murnau-Staffelsee be-vor: Präsidentin Helga Stark und ihrer Stellvertreterin Barbara Naumann ist es gelungen, die Distrikt-Konferenz 2005 nach Murnau zu holen.

Somit werden im Herbst des nächsten Jahres insgesamt rund 200 Zonta-Mitglieder aus Griechenland, Israel, Südtirol, Österreich und Ungarn für drei Tage in der Marktgemeinde tagen. Da eine so große Veranstaltung auch gut vorbereitet werden muss, besuchte Governor Anneliese Lucks den hiesigen Club zu einem ersten Vorgespräch. In dessen Verlauf wurde dann nicht nur das Programm entworfen, die Frauen besichtigten auch bereits die in Frage kommenden Lokalitäten vor Ort.    red


Zu Gast: Governor Anneliese Lucks (Mitte) stattete Präsidentin
Helga Stark (re.) und Barbara Naumann einen Besuch ab.  Foto: fkn 


Murnauer Tagblatt   22. / 23. Okt. 2005

150 Zonta-Frauen aus acht Nationen zu Gast

Club Murnau-Staffelsee richtet internationale District- Konferenz aus

Murnau - Vor bedeutsamen Tagen stehen die Frauen des „Zonta Clubs Murnau-Staffelsee": Von Freitag, 28., bis Sonntag, 30. Oktober, findet in Murnau die internationale District-Konferenz statt, die der örtliche Club ausrichtet. Etwa 150 Frauen aus acht Nationen (Deutschland, Österreich, Italien, Kroatien, Ungarn, Slowakische Republik, Griechenland, Zypern) werden während der Konferenz wieder neue Wege erarbeiten, um ihrem Ziel näher zu kommen: den Status der Frau in rechtlicher, wirtschaftlicher und politischer Hinsicht zu stärken und Frauen durch regionale, nationale und internationale Projekte in Ausbildung, Beruf und Gesundheit zu unterstützen.

Zonta  ist  ein weltweites Service-Netzwerk berufstätiger Frauen in leitender oder selbstständiger Position, weltanschaulich neutral, überparteilich und überkonfessionell. Die Vereinigung hat Beobachterstatus bei der Uno und Unesco sowie beratenden Status unter anderem beim Europarat und bei Unicef.

Der „Zonta Club Murnau-Staffelsee" unterstützt nicht nur internationale Einrichtungen, sondern auch lokale, darunter das Frauenhaus oder die Waldzwerge und Murmel.      red


Erwarten 150 Frauen aus acht Nationen: Damen des Zonta Clubs Murnau-Staffelsee.                                                                                                                                 Foto: fkn


Werdenfels Kreisbote 26. Okt. 2005

MURNAU AKTUELL

Zonta-Konferenz

150 Frauen aus 7 Nationen werden erwartet

Murnau - Am Freitag, 28. Oktober, findet in Murnau um 18 Uhr die Eröffnung der Zonta-District-Conference statt, zu der 150 Frauen aus sieben Nationen erwartet werden. Das ganze Wochenende lang werden die Teilnehmerinnen zu verschiedenen Schwerpunktthemen Referate hören, Erfahrungen austauschen, aber auch über ihre erfolgreichen Projekte berichten.

Zonta International, 1919 in den USA gegründet, ist ein Service-Club berufstätiger Frauen in leitender bzw. freiberuflicher Position, der sich weltweit dafür einsetzt, die Position der Frau in rechtlicher, politischer und wirtschaftlicher Hinsicht zu stärken. Die einzelnen Zonta-Clubs, allein in Deutschland gibt es über 90, unterstützen Frauen durch regionale, nationale und internationale Projekte in Ausbildung, Beruf und Gesundheit und sorgen außerdem für ein weltweites Netzwerk.

Die District-Conference findet alle zwei Jahre in einem der zehn Mitgliedsländer statt. Neben Deutsch land sind dies Österreich, Kroatien, Italien, Ungarn, Griechenland, Slowakei, Israel, Tschechien und Zypern. Für den erst im Jahre 2000 gegründeten Zonta-Club Murnau-Staffelsee und seine 20 aktiven Mitgliederinnen ist es eine große Herausforderung und eine Ehre, diese Konferenz auszurichten.

Drei Themen, die nicht nur für Frauen, sondern gesamtgesellschaftlich von Bedeutung sind, stehen im Mittelpunkt der Veranstaltung: Es geht um Präimplantatations-Diagnostik, Anti-Trafficking - Gegen Gewalt (Zonta International unterstützt hier ein UNO-Projekt gegen Mädchenhandel in Bosnien-Herzegowina) sowie Networking. Zu diesen Themen werden Vorträge und Workshops stattfinden, daneben wird ein buntes Programm für die Gäste organisiert. Zur Eröffnungsfeier wird es außerdem ein Unterhaltungsprogramm zum Motto „Frauen am Ruder" geben. Als Vertreter der Politik haben Sozialministerin Christa Stewens, Landrat Kühn und Bürgermeister Dr. Rapp ihr Kommen zugesagt.     tra


Murnauer Tagblatt 31. Okt. / 1. Nov. 2005

Frauen, die sich Gehör verschaffen

Zonta richtet internationale Konferenz aus

 Murnau - Wenn Frauen zusammenhalten, können sie Berge versetzen. Bei der dreitägigen "Zonta District 14"-Tagung stand unter anderem das Nutzen von weiblichen Netzwerken im Mittelpunkt, und die Gastgeberinnen des Murnauer Clubs lieferten gleich ein Paradebe-spiel für "Networking": Alle 24 Mitglieder brachten sich ein; zum Beispiel vermittelte Schloßmuseums- Leiterin Brigitte Salmen die Druck-Rechte am Gabriele Münter-Bild „Kahnpartie" und lieferte damit gleichzeitig das Motto des Treffens: „Frauen am Ruder".

Die bayerische Sozialministerin Christa Stewens, ebenfalls eine Zontianerin, sollte die Begrüßungsansprache halten. Stewens zeigte sich jedoch kurzfristig durch die Koalitionsgespräche in Berlin verhindert, schickte aber beste Grüße und ihre Rede, die Zeremonienmeisterin Helga Stark verlas. Darin hob die Staatsministerin die Bedeutung der Solidarität unter Frauen hervor, die es nur mit guten Netzwerken schaffen könnten, in Führungspositionen aufzusteigen. Sie würdigte auch die anderen Themenschwerpunkte der diesjährigen Konferenz: Mädchenhandel und Präimplantationsdiagnostik (PID), die zur Bestimmung und Veränderung von Genmaterial verwendet werden kann. Stewens mahnte dabei eine sorgfältige Abwägung der Nutzen und Risiken an, plädierte aber in beiden Fällen vor allem für „mehr Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit" .

Hierin sieht auch die Leiterin der Konferenz, Helga Stark, eine der Hauptaufgaben des Zonta-Clubs:  "Wir wollen nicht beeinflussen, sondern wachrütteln", betonte die ehemalige Präsidentin von Zonta Murnau, "Frauen verhalten sich oft eher abwartend, werden aber bald gefordert sein, sich eine Meinung zu bilden."

In diversen Workshops konnten sich die Gäste die komplexen Themen erarbeiten, entschieden sich aber ab und zu auch dafür, Murnau und seine Umgebung bei wunderschönem Wetter zu erkunden. Die Landschaft begeisterte die rund 170 Zontianerinnen aus den acht Mitgliedsstaaten des Districts 14: Deutschland, Österreich, Italien, Ungarn, Kroatien, Slowakei, Griechenland und Zypern. "Die Gelegenheit, diese Veranstaltung auszurichten, ist eine große Ehre, aber auch eine große Herausforderung für unseren jungen Club", betonte Zonta-Präsidentin Barbara Naumann.

  "Viele denken an Sonntagsclub"

Seit 2001 engagieren sich die 24 Murnauerinnen in internationalen Projekten, aber auch auf kommunaler Ebene. Für ihren Einsatz für zahlreiche Orts-Einrichtungen wie das Frauenhaus oder den Murmel-Verein erhielten sie auch Lob und Anerkennung von Bürgermeister Dr. Michael Rapp, der als Mann zwar kein Zonta-Mitglied sein durfte, es aber gerne sein würde. Stark verspricht sich von dieser Konferenz noch mehr Präsenz im öffentlichem Bewusstsein:  "Wenn man hier von Zonta spricht, denken viele an Sonntags-club." Wenige wüssten, dass Zonta in der Symbolsprache der Sioux-Indianer bedeutet:  "Ehrenhaft handeln, vertrauenswürdig, integer sein."

Doch Governor Anneliese Lucks, Oberhaupt des Districts 14, versprach eines in ihrer Rede:  "Man sagt, es gibt eine gemeinsame Sprache der Frauenweltweit: das Schweigen. Aber mit 35000 Stimmen in 70 Ländern werden wir uns Gehör verschaffen."   Maren Heußler


Drei starke Frauen: (v.li.) die Präsidentin des Zonta-Clubs Murnau-Staffelsee,
Barbara Naumann, District-Governor Anneliese Lucks und  Konferenz-Leiterin
Helga Stark.                                                                                                    Foto her
 


Werdenfels Kreisbote  09. Nov. 2005

REGION MURNAU AKTUELL

Frauen müssen Solidarität üben

Murnau - Seit Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich das Selbstverständnis von Frauen in Europa und Nordamerika ein gutes Stück verändert. Vorbei sind beispielsweise die Zeiten, als Frauen der Zugang zum Universitätsstudium verweigert wurde, oder sie keine Gelegenheit bekamen, ihr demokratisches Wahlrecht auszuüben. Heute gibt es dafür rechtlich und gesellschaftlich kaum Schranken; auch rücken immer mehr Frauen in beruflich und politisch gehobene Stellungen auf.

Beteiligt an dieser positiven Entwicklung sind die Frauen von ZONTA gewesen, der ersten - 1919 in Buffalo/USA gegründeten - weiblichen Serviceorganisation mit jetzt 1200 Clubs und 35000 Mitgliedern in 70 Ländern.

In Murnau trafen sich vor wenigen Tagen 160 ZONTA-Frauen aus Deutschland und Österreich, sowie acht südosteuropäischen Ländern zur Distriktkonferenz. Während des dreitägigen Symposiums zeigte sich, dass auch nach 100 Jahren der Emanzipationsbewegung ein gewaltiges Stück zur vollständigen Gleichstellung von Mann und Frau fehlt - mehr noch: In großen Teilen der Welt, und Europa ist da nicht ausgenommen, wird das Selbstbestimmungsrecht von Frauen und Mädchen, ihre Menschenwürde und oft auch ihre Gesundheit und ihr Leben mit Füßen getreten.

Ein halbes Jahr lang hat die ehemalige Kurdirektorin von Bad Kohlgrub, Helga Stark, in Zusammenarbeit mit dem Murnauer Tourismusbüro und den 20 aktiven Frauen des ZONTA-Clubs Murnau-Staffelsee das Treffen im örtlichen Kongress- und Tagungszentrum vorbereitet: "Unser Zonta-Club wurde erst 2001 gegründet. Daher ist es eine besondere Ehre, bereits nach so kurzer Zeit die Distriktkonferenz austragen zu dürfen." Die Vorsitzende von Zonta-Murnau, Barbara Naumann, in ihrem Grußwort: "Es ist wichtig, dass Frauen zusammenarbeiten, um die Situation von Frauen weltweit zu verbessern." Bürgermeister Dr. Michael Rapp bedankte sich bei den Murnauer ZONTA-Frauen für ihr Engagement auf örtlicher Ebene, was beispielsweise die Unterstützung von behinderten Menschen anbelangt. Zum Schwerpunktthema des Treffens sagte Michael Rapp, er habe kurz nach dem Balkankrieg die menschenverachtende Situation von Frauen in Bosnien-Herzegowina kennengelernt, und er freue sich darüber, dass ZONTA ein UNO-Projekt gegen Mädchenhandel in diesem Land unterstützt.

Von Zwangprostitution und Verschleppung sind besonders Frauen und Mädchen in mittel- und osteuropäischen Ländern betroffen. Der Bekämpfung dieser modernen Form von Sklaverei ist ein Projekt der Vereinten Nationen (UNO) gewidmet, für das ZONTA ihre Unterstützung zusagte. Auf zwei Säulen steht das Konzept, das mit einer Aufklärungskampagne und viel Öffentlichkeitsarbeit verbunden ist: traumatisierte und eingeschüchterte Opfer von Mädchenhandel brauchen psychologische Hilfe in ihrer Muttersprache, und zum anderen ist eine effektive Strafverfolgung gefordert, die sich nicht alleine auf die kriminellen Menschenhändler beschränkt, sondern auch die Freier mit einbezieht, die die Opfer sexuell ausnutzen.

Christa Stewens, die aus terminlichen Gründen ihre Teilnahme an der Murnauer Konferenz kurzfristig absagen musste, betonte in ihrem schriftlichen Grußwort: "Das Geschäft mit Mädchen und Frauen boomt. Sex sells! Um das zu bekämpfen sind verschiedene Maßnahmen unter dem Oberbegriff ,Anti-Trafficking' notwendig, für die ich mich als Bayerische Sozialministerin vehement einsetze." Ministerin Stewens spricht sich auch deutlich gegen die Präimplantationsdiagostik (PID) aus, einem weiteren Tagungsthema- die ihrer Meinung nach die Gefahr einer „Aussortierung von befruchteten Zellen" beinhaltet: "Dieses sensible Thema braucht eine sorgfältige Abwägung der Nutzen und Risiken. Keinesfalls darf durch diagnostische Maßnahmen eine Abwertung von behindertem Leben erfolgen." Die Vorsitzende des ZONTA-Bezirks 14, Anneliese Lucks, betonte zum dritten Arbeitsschwerpunkt, dass es zwar vielen Frauen gelingt, in Führungspositionen aufzusteigen, dazu aber oft ein langer Atem und ein ausgezeichnetes Netzwerk an Beziehungen notwendig sind: "Frauen müssen untereinander Solidarität üben, um sich in den unterschiedlichsten Aufgabenbereichen zu helfen - als Mutter und Familienmanagerin, als Firmenchefin oder leitende Unternehmensmitarbeiterinnen, und als Mitglieder in Vereinen und Organisationen." ZONTA bietet dafür eine Reihe von Mentoring-Programmen an. Natürlich kam in Murnau auch ein reichhaltiges  Rahmenprogramm nicht zu kurz, mit Trachtenkindern, exzellent aufspielenden Alphornbläserinnen und Ausflügen ins Schlossmuseum, zur Wieskirche und Schloss Linderhof.   Günter Bitala.


Von links: Barbara Naumann (Präsidentin des Zonta-Club
Murnau-Staffelsee),  Anneliese Lucks (Vorsitzendedes
Zonta-Bezirks 14) und Helga Stark(Leiterin der Zonta-
Tagung in Murnau).                                            Foto: gb